Über den Autor


Pfarrer Werner Högner

Werner Högner 1958 in der Campingmission
Werner Högner 1958 in der Campingmission

wurde am 18. Januar 1925 in Essen geboren. Er war verheiratet und hatte zwei Söhne. Von einem Treffen mit dem amerikanischen Evangelisten Billy Graham 1954 in Düsseldorf inspiriert, begann er 1956 seine seelsorgerische Tätigkeit als Volksmissionar beim Amt für Evangelisation und Volksmission der evangelischen Kirche im Rheinland, als Evangelist der Zeltmission und der „Kirche unterwegs“ sowie als Campingmissionar auf Zeltplätzen in Nordrhein-Westfalen. Vorträge hielt er auch in Österreich, u. a. in Dornbirn und in Perchtoldsdorf bei Wien.

Als überzeugter Pietist nutzte er gerne Gelegenheiten, auf Einladung aus der oberbergischen Region auch in freikirchlichen, methodistischen und baptistischen Gemeinden zu predigen. Er hielt eine enge freundschaftliche Verbindung zu dem Evangelisten Werner Heukelbach und dessen Missionswerk, dem damals größten Literatur-Missionswerk Europas. Auch war er regelmäßiger Gast im Missionshaus Bibelschule Wiedenest, das noch heute als Forum Wiedenest e. V. weiterexistiert.

Im gemeindlichen Dienst war Werner Högner ab 1965 zunächst in der Gemeinde Eckenhagen (heutige Gemeinde Reichshof) für die Bereiche um Mittelagger und Sinspert verantwortlich. Danach betreute er bis 1970 in der protestantischen Diaspora der Eifel, in der jetzigen Kirchengemeinde Maifeld, die damals noch zu Mayen gehörte, die Predigtstellen Polch und Münstermaifeld. Seine letzte Dienststelle als Gemeindepfarrer war Lützellinden, heute der südlichste Stadtteil der Universitätsstadt Gießen, mit seiner als Kulturdenkmal besonders geschützten Kirche. In dieser Zeit sprach Werner Högner auch als Verkündiger im „Wort zum Tag“ und in der Sendereihe „Bibel heute“ des Evangeliums-Rundfunks, heute ERF Medien.

Pfarrer Werner Högner 1984 in Waldkraiburg
Pfarrer Werner Högner 1984 in Waldkraiburg

Bei Reisen in die Schweiz hielt er zahlreiche Ansprachen im heute nicht mehr bestehenden Haus „Bergli“ in Oberrieden am Zürichsee, in dem schon die Theologen Prof. Karl Barth, Charlotte von Kirschbaum und Elisabeth Freiling in den 1920er bis 1950er Jahren zu Gast waren und bedeutsame Korrespondenz verfassten, sowie im Chrischonaheim, dem heutigen Gebetshaus Amden.

1981 ging Werner Högner in den vorzeitigen Ruhestand und zog ins bayerische Waldkraiburg, wo er, solange es seine Gesundheit erlaubte, noch vertretungsweise Gottesdienste abhielt und von wo aus er an rundfunkhomiletischen Arbeitsgemeinschaften im österreichischen Gmunden am Traunsee teilnahm. Er verstarb am 10. Dezember 1985.